Die verrücktesten Ostertraditionen in NRW

Milchkanneböllern? Osterhasseln? Semmelsegnen? Nordrhein-Westfalen hat mit Abstand die außergewöhnlichsten Ostertraditionen. Das hat es mit den verrückten Osterbräuchen auf sich!

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Milchkanneböllern in Ostwestfalen (Symbolbild)

Anstatt dem einfachen Eiersuchen an Ostern gibt es in unserem schönen Bundesland die ein oder andere seltsame Tradition an den Osterfeiertagen. Wir klären auf, welche das sind! 

Milchkanneböllern in OWL

In Herzebrock-Clarholz - im westlichen Teil von Oswestfalen - knallt's richtig an Ostern! Anstatt Ruhe und Feiertagsbesinnlichkeit ist es dort Brauch, kleine DIY-Bomben hochgehen zu lassen. Kein Scherz! Ziel des traditionellen Milchkanneböllerns ist es, Milchkannendeckel so weit wie möglich in die Ferne zu schießen. 

Es braucht nur Calciumcarbid und Wasserstoff, um ein gefährlich starkes Gemisch herzustellen. Mit einer Fackel wird das Ganze dann gestartet und schon fliegt der Milchkannendeckel! Nachher wird natürlich gemessen, ob der Rekord des Vorjahres geknackt wurde.

Semmelsegnen im Sauerland

In Attendorn versammeln sich am Karsamstag die Menschen vor der Pfarrkirche und halten Brote in den Himmel. Klingt verrückt, ist aber ein alter Brauch der Stadt. Beim sogenannten Semmelsegnen werden Kümmelbrote gesegnet, die von den Attendorfern mitgebracht werden. Aber warum ausgerechnet Kümmelbrot? Der Kümmel soll den Magen nach der langen Fastenzeit wieder an fettigeres Essen gewöhnen und ist deshalb an Ostern ein wichtiges Gewürz im Brot. 

Osterhasseln im Sauerland

Das traditionelle Osterhasseln findet jährlich am Ostersonntag in Dülmen im Kreis Coesfeld statt. Dabei stehen sich zwei Mannschaften gegenüber, die eine schwere Sperrholzscheibe (Die sogenannte Hassel) über die Linie rollen müssen. Das andere Team darf nur mit den Beinen versuchen die Scheibe abzuwehren. Zum Schutz vor der kiloschweren Holzscheibe tragen die Teams Schienbeinschoner aus Teppichresten.

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